Joseph-Heckler-Schule Bensheim

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RESPONSE - Ein Musikprojekt

 

Seit 1990 finden alle zwei Jahre in Hessen Projekte aus dem Bereich der kulturellen Bildung unter dem Namen „Response“ statt. Dabei handelt es sich um Projekte, die Kindern und Jugendlichen von Klasse 1 bis 13 aller Schulformen die Möglichkeit bieten, gemeinsam mit Komponisten und Musikern der Avantgarde kreative Musikstücke zu erarbeiten. Die Profis kommen dabei regelmäßig im Laufe der mehrwöchigen Projekte in die Schulen. Dabei entstehen im Dialog mit den Schülerinnen und Schülern Kompositionen, die zum Abschluss des Projektes im Konzertsaal der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main aufgeführt werden.

 

Träger dieser Projekte sind unter anderen das Hessische Kultusministerium, der Hessische Rundfunk, das Ensemble Modern, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und der Arbeitskreis für Schulmusik e.V..

20 Schulen aus ganz Hessen können jeweils an den Response-Projekten teilnehmen, und zum erstenmal war diesmal auch eine Schulklasse aus Bensheim dabei: Die Klasse 4a der Joseph-Heckler-Schule mit ihrer Klassenlehrerin, die das Projekt über mehrere Wochen hinweg betreute.

 

Mehrmals kamen in den zurückliegenden Wochen zwei junge Künstlerinnen aus Frankfurt – die Tänzerin Rebecca Egeling und die Komponistin Saskia Bladt – an die Joseph-Heckler-Schule nach Bensheim, um mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 4a gemeinsam neue Tanzformen und experimentelle Klänge zu entwickeln.

 

Anfangs waren die jungen Musikerinnen und Musiker der 4a durchaus skeptisch, doch dann wich diese Zurückhaltung einer sehr kreativen Begeisterung, die auch in den Kommentaren von Isabel Staudt und Lena Lotte Lenhardt, zweier Schülerinnen der 4a, zum Ausdruck kommt.

 

Isabel: Schon seit mehreren Wochen kommen Saskia und Rebecca zu uns. Am Anfang haben sie uns etwas vorgespielt und –getanzt. Danach haben wir Geräusche und Bewegungen aus unserer Umgebung gesammelt und versucht, sie ohne Instrumente und Gegenstände wiederzugeben. Wir haben ein Orchester aufgestellt. Kein gewöhnliches mit Instrumenten, nein, ein Orchester, in dem wir uns unsere eigenen Töne ausgedacht haben. Der Dirigent zeigt die Tonhöhen und Lautstärken an. Dann gibt es noch einen Zweitdirigenten, der dem Orchester mit Farbstreifen zeigt, welchen Klang es von sich geben soll.

 

Und Lena Lotte ergänzt: Wir haben beim Response-Projekt gelernt, aufeinander zu hören und zu reagieren. Außerdem haben wir gelernt, richtig zu fallen, und das haben wir im Kreis wie Dominosteine gemacht. Das machte einen riesigen Spaß. Zum Schluss haben wir versucht, alle Teile zu einem Stück zusammenzusetzen. Dabei haben wir uns als Rahmen einen Traum ausgedacht, in welchem wir unseren Klängen und Bewegungen begegnen. ...

 

So entstand das Stück „Klangträume“.

 

Am 30. März durfte die ganze Klasse dann nach Frankfurt fahren und Ihre „Klangträume“ im Rahmen eines Abschlusskonzerts im Saal der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst aufführen.

 

Bilder der Aufführung